Das Wichtigste in Kürze
- DOOH-Screens sind digitale Werbeflächen, deren Inhalt sich in Echtzeit steuern und nach Tageszeit, Wetter oder Event anpassen lässt.
- Die wichtigsten Typen: Outdoor-LED, Indoor-LED und -LCD, digitale City-Light-Screens und XXL-Großbildscreens — jeder für andere Ziele.
- Outdoor-Screens erreichen rund 2.500 bis 7.500 Nits Helligkeit, damit sie auch bei direkter Sonne klar sichtbar bleiben.
- Der Pixelpitch (etwa 1,2 bis 10 mm) bestimmt, aus welcher Entfernung ein Screen scharf wirkt — fein für Indoor, gröber für Fernwirkung.
- Über den Kampagnenerfolg entscheidet weniger die Technik als die Passung von Standort, Format und Inhalt.
Was DOOH-Screens sind — und was sie von Plakaten unterscheidet
DOOH-Screens sind die digitalen Werbeflächen der Außenwerbung: Bildschirme im öffentlichen Raum, die statt eines gedruckten Motivs digitale Inhalte zeigen. Der entscheidende Unterschied zum klassischen Plakat liegt nicht im Bild, sondern in der Steuerbarkeit. Inhalte lassen sich in Echtzeit wechseln, nach Tageszeit, Wetterlage oder aktuellem Ereignis ausspielen und ohne Druck- und Logistikaufwand aktualisieren.
Für Werbetreibende heißt das: mehr Flexibilität, schnellere Reaktionsfähigkeit und die Möglichkeit, eine Botschaft genau dann zu zeigen, wenn sie am relevantesten ist. Was Digital Out of Home grundsätzlich ausmacht, erklärt unser Pillar-Artikel Digital Out of Home. Dieser Guide konzentriert sich auf das Medium selbst — die Screens.
Die wichtigsten Screen-Typen im Überblick
„DOOH-Screen“ ist ein Sammelbegriff. In der Praxis unterscheiden sich die Bildschirme deutlich in Bauart, Format und Einsatzzweck. Vier Typen begegnen Ihnen am häufigsten.
| Screen-Typ | Eigenschaften | Typischer Einsatzort |
|---|---|---|
| Outdoor-LED | Sehr hell, wetterfest, große Formate | Stadtplätze, Fassaden, Verkehrsknoten |
| Indoor-LED / LCD | Feinere Auflösung, kompaktere Formate | Einkaufszentren, Bahnhöfe, Flughäfen |
| Digitale City-Light-Screens | Schmales Hochformat auf Augenhöhe | Gehwege, Haltestellen, Innenstädte |
| Großbild- / Spectacular-Screens | XXL-Formate mit hoher Aufmerksamkeit | Prominente Plätze und Top-Lagen |
Welcher Typ passt, hängt vom Ziel ab: City-Light-Screens auf Augenhöhe wirken nah und persönlich, Großbildscreens erzeugen Reichweite und Markeneindruck, Indoor-Screens punkten mit Bildqualität bei kurzem Betrachtungsabstand.
Technische Merkmale, die über die Wirkung entscheiden
Drei technische Kennwerte sollten Sie kennen — nicht, um Hardware einzukaufen, sondern um Angebote zu beurteilen und den richtigen Screen für Ihr Ziel zu wählen.
Die Helligkeit in Nits entscheidet, ob ein Screen tagsüber im Freien überhaupt lesbar ist — Outdoor-Stellen brauchen ein Vielfaches der Indoor-Werte. Der Pixelpitch, also der Abstand zwischen den Leuchtpunkten, bestimmt die Schärfe: Ein feiner Pitch lohnt sich für nahe Betrachtung im Innenraum, für einen Screen an der Straßenkreuzung wäre er verschenktes Geld. Und die Bewegtbildfähigkeit ist der eigentliche Hebel gegenüber dem Plakat — sie zieht den Blick an und macht dynamische Inhalte erst möglich.
Nicht der größte oder hellste Screen gewinnt — sondern der, dessen Standort und Inhalt zum Ziel der Kampagne passen. weDOOH Redaktion
Wo DOOH-Screens am besten wirken
Der Standort ist der wichtigste Erfolgsfaktor einer DOOH-Kampagne — wichtiger als jede technische Spezifikation. Ideal sind Orte mit hohem Fußgänger- oder Verkehrsaufkommen: Einkaufszentren, Flughäfen, belebte Stadtzentren und Verkehrsknoten. Auch stark befahrene Kreuzungen liefern hohe Kontaktzahlen, verlangen aber andere Inhalte als ein Wartebereich, in dem Menschen Zeit zum Lesen haben.
Ein Standorttyp mit besonders hoher Frequenz ist der Bahnhof — wie er als Werbeumfeld funktioniert, lesen Sie im Detail im Artikel Werbung am Bahnhof. Entscheidend ist immer die Passung: Der Screen sollte im natürlichen Blickfeld der Zielgruppe liegen, und das Umfeld muss zur Botschaft passen.
Was Sie bei einer DOOH-Screen-Kampagne beachten sollten
Die beste Technik nützt wenig, wenn der Inhalt nicht zum Medium passt. DOOH-Inhalte werden im Vorbeigehen wahrgenommen — sie müssen sofort wirken. Das heißt: eine klare Kernbotschaft, große Schrift, hoher Kontrast und so wenig Text wie möglich. Bewegung hilft, sollte aber die Botschaft tragen und nicht von ihr ablenken.
Halten Sie sich an die Fünf-Sekunden-Regel: Ein Passant sollte die Kernbotschaft Ihres Screens in maximal fünf Sekunden erfassen können. Testen Sie Ihr Motiv, indem Sie es jemandem nur kurz zeigen — wer danach Marke und Aussage nennen kann, hat ein DOOH-taugliches Design.
Wie Sie über interaktive Elemente wie QR-Codes oder Sensorik aus reiner Sichtbarkeit echte Beteiligung machen, zeigt der Artikel Kundeninteraktion durch DOOH.
Fazit: das richtige Medium für die richtige Botschaft
DOOH-Screens sind kein einheitliches Produkt, sondern eine Familie von Werbeträgern mit sehr unterschiedlichen Stärken. Wer den passenden Screen-Typ wählt, die technischen Kennwerte einordnen kann und den Inhalt konsequent auf das Medium zuschneidet, erreicht seine Zielgruppe digital, flexibel und mit hoher Aufmerksamkeit. Die Technik ist dabei nur das Werkzeug — den Ausschlag geben Standort, Format und Botschaft.
Welche Vorteile DOOH gegenüber klassischer Außenwerbung insgesamt bietet, lesen Sie im Artikel Werbung-Vorteile mit DOOH. Verfügbare DOOH-Standorte und Screen-Formate finden Sie direkt in unserer Standorte-Übersicht.
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